Reisebericht Seychellen Urlaub, Insel: Praslin.

 Hotel: Berjaya Praslin Beach, Anse Volbert.

Reisetermin: Februar.

 

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Direktflug von Frankfurt, Landung auf dem Flughafen von Mahe. Beim ersten Schritt aus dem Flugzeug, kommt einen schon die tropisch, feucht warme Luft entgegen. Vergessen sind die Strapazen vom Nachtflug, den engen Sitzen und der trockenen Luft. Es wirkt alles so hell, es fällt einem sofort auf, das die Farben grün und blau hier dominieren.

Nach ca. 60 Minuten waren die Einreiseformalitäten und die Kofferausgabe erledigt. Vor dem Flughafenausgang wurden wir dann von der örtlichen Reiseleitung freundlich empfangen. Wer eine Unterkunft auf Mahe gebucht hat, wird schnell und unkompliziert direkt dorthin transferiert. Schon beim Transfer wird man von vielen Eindrücken positiv gestimmt: große, tropische Pflanzen, sattes Grün, türkisfarbenes Wasser, gebirgige Landschaft, kurvige Strassen mit viel Kulisse und bunt durcheinander gewürfelten Häusern.

Nach dem Empfang am Flughafen ging es weiter zum Check In Schalter für Inlandsflüge. Eine Stunde später bestiegen wir die kleine Twin Otter, ich sage nur, Sie war zu 100 % beladen. Der Überflug bei schönen Wetter dauerte ungefähr 20 Minuten. Das Unmutsgefühl verlor sich nach 10 Minuten, danach nur noch Bewunderung wegen der tollen Aussicht. Der Flug ist in jedem Fall ein Erlebnis, man spürt jede Luftbewegung im Vergleich zur großen Boeing.

Auf Praslin musste ebenfalls nicht lange gewartet werden, der Transfer zum Hotel mit dem Bus war unverzüglich, die Fahrt zur Anse Volbert dauerte ca. 30 Minuten.

Unser Zielhotel war das Berjaya Praslin Beach Hotel. Bei der Ankunft hinterließ das Hotel sofort einen positiven Eindruck. Ein schönes, sauberes, einfaches Hotel, sorgfältig in der Natur integriert, mit wenig Schnickschnack. Das Hotel war zu keiner Zeit überlaufen, was auf Praslin für jede Unterkunft und jedem Hotel gilt. Unsere Erwartungen und Vorstellungen wurden jederzeit befriedigt.

Wichtig zu wissen: Der Vergleich einer drei Sterne Unterkunft auf den Seychellen zu Europa verbietet sich. Service und Ausstattung sind in Europa höher. Eigentlich nachvollziehbar; geographisch, kulturell und wirtschaftlich sind beide Region zu unterschiedlich:  z.B. Industriestruktur, Devisenabhängigkeit, Lebensstandart, Lebensinhalt, Politik, Kultur, usw! Der Service auf den Seychellen ist nun einmal nicht so zuvorkommend, wie man es vielleicht von anderen Ländern her kennt. Kein Wunder: auf den Seychellen ist es doch so warm, der Tag so lang und dann noch jeden Tag die gleiche Arbeit mit diesen ungeduldigen, verwöhnten Touristen,....das ist nun wirklich nicht leicht (ok, ...Spaß beiseite).

Wir wohnten in den Superior Zimmern, welche geräumig, sauber und angemessen ausgestattet waren. Die Verpflegung (HP) war reichhaltig, abwechslungsreich, gut und bekömmlich. Wer auf Mahlzeiten im Hotel kein Wert legt, bucht nur die Unterkunft mit Frühstück. Restaurants in unmittelbarer Nähe bieten zu fairen Preisen ausgezeichnete, heimische Gerichte an!

Nachdem wir unsere Zimmer bezogen hatten, ging es auf direktem Weg zum Strand, der Anse Volbert. Wir staunten darüber, das er sehr gut besucht war, nichts von "Menschenleer" zu sehen. Es lag daran, das unser Ankunftstag Sonntag war. An diesem Tag haben alle Insulaner ihren arbeitsfreien Tag. Die Strände werden dann besonders gerne von den Einheimischen besucht, man trifft dort sich zum kleinen Picknick. Ab Montag änderte sich dieser Sachverhalt. Der Strand war zu keiner Zeit überlaufen.

Hier der weitere Urlaubsverlauf:

Tag 2:

Nach dem Frühstück zur Bucht Anse Lazio, mit dem Fahrrad über Berg und Tal, vorbei an kleffenden Hunden zu einem wunderschönen Strand. Zum Mittagessen im Restaurant an der Anse Lazio, Kingfish mit creolischer Sauce. Ein wunderschönes Restaurant, tolle Architektur, komplett aus Holz, top Lage, klasse Essen, passend zum großartigen Strand. Gegen 15.30 Uhr zurück, schnell an der Stelle mit den Hunden vorbei zum Hotel. Wer es gerne bequemer mag, benutzt den Linienbus, mietet sich ein Auto oder lässt sich mit dem Taxi chauffieren.

 

Tag 3:

Mit dem Linienbus, hält direkt vor dem Hotel, fuhren wir zum Vallee de Mai. Sehr beeindruckendes Naturschutzgebiet: Riesige Palmen, imposante Kulisse mit den unterschiedlichsten Grüntönen, gespenstische Geräusche durch zusammenschlagen der riesigen Palmwedel, wenn der Wind durchhuscht. Im kleinen Shop am Eingang wurden Souvenirs zum Kauf angeboten. Ein sehr guter Ausflug, für den ein halber Tag eingeplant werden sollte.

 

Tag 4:

Wir haben uns ein Auto ausgeliehen um die Insel zu erkunden. Zuerst ging es zur Anse La Blaque (schöner Strand mit wunderschönem kleinen Hotel und guter Schnorchelmöglichkeit), anschließend zur Anse Takamaka (Südküste). Es lohnt sich die Südküste von Praslin abzufahren. Steile, enge Strassen, passend zur reizvollen Landschaft und menschenleeren Stränden. So macht Autofahren spaß !

 

Tag 5:

Mit dem Boot nach St. Pierre. 3 Stunden schnorcheln, 2 Stunden hätten es auch getan. Insgesamt war ich ein bisschen entäuscht, denn viel zu sehen gab es nicht. Die Korallen waren zu diesem Zeitpunkt durch die übernatürliche Erwärmung des Meeres abgestorben. Vereinzelt waren nur ein paar Fische zu sehen.

 

Tag 6:

Ausflug nach Curieuse Island, abgehend mit einem kleinen Boot, welches man an der Anse Volbert mit Fahrer chartern kann. Wichtig zu wissen ist, es wird ein Eintrittsgeld durch die "Marine Parks Authority" verlangt. (Curieuse, St. Pierre). In unserem Fall waren es pro Person und Insel 50 SR. Auf Curieuse können zahlreiche, freilebende Riesenschildkröten beobachtet, angefasst und gefüttert werden. Ferner zu begutachten, eine Schildkröten-Aufzucht-Station. Hier wachsen Schildkröten in verschiedenen  jungen Altersklassen auf. Coco de Mer Nüsse können hier auch bewundert werden. Neben dem kleinen Souvenirstand lagen mehrere Coco de Mer Nüsse in verschiedenen Größen zum Anfassen und Bestaunen.  Kein Wunder, denn auf dieser Insel wächst auch die Coco de Mer Palme. Anschließend gingen wir über einen Steg zur Westküste. Ein langer Strand wartete schon, der zum Baden, Schwimmen und Faulenzen einlud. Wer ein organisierten Ausflug bei der örtlichen Reiseagentur bucht, bekommt hier seine Mahlzeit, zwischen den alten Ruinen der Leprastation. Nach 2 Stunden wanderten wir zwischen den Felsen zurück zur Anlegestelle und warteten auf Toni, den wir für 16 Uhr bestellt hatten. Auf der Rückfahrt ein tolles Bild. Vier Delphine tauchten mehrmals, nicht weit weg von unserem Boot, auf und ab. Ein lohnenswerter Ausflug !

 

Tag 7:

Faulenzen am Pool. Wir gingen an dem Strand, mittags Pizza, nachmittags Besuch der wenigen Geschäfte und der benachbarten Hotel Shops.

 

Tag 8:

Unser Regen Tag. Es regnete und regnete und regnete...! Von wegen nur Schauer. Dauerregen. Abends, Dinner zum Valentinstag.

 

Tag 9:

Wir haben uns nochmals ein Auto geliehen und sind zur Anse Takamaka gefahren. Mittags gab es im Restaurant Britania, an der Grand Anse Fish and Chips und Ice Cream, lecker. Danach zur Post Briefmarken kaufen, dann Richtung Norden zur Anse Kerlan. Zwischendurch, hier und da ein paar Stopps, zwecks Lebensmitteleinkauf.

 

Tag 10:

Tagesausflug Sister Island und Coco Island. Am Strand Anse Volbert bieten mehrere Einheimische Tagesausflüge mit ihren kleinen Booten an. Eigentlich braucht man gar nichts machen, angesprochen wird man von alleine. So geschehen, starteten wir morgens mit Toni in Richtung Sister Island (Fahrzeit ca. 1 Std.). Eine wunderschöne kleine Insel auf der nur eine Familie wohnt. Das Innere der Insel ist  schlichtweg ein Traum. Zahllose Palmen, riesengroße Granitfelsen und der Boden schien wie ein grüner Teppich zu sein. Nicht weit entfernt, ein weiterer Strand in Form einer Bucht, ebenfalls traumhaft. Hier verbrachten wir den Vormittag, ehe Toni uns zum Mittagessen rief (im Ausflugpreis inklusive). Es gab frisch gegrillten Fisch, geröstetes Toastbrot, Kartoffelsalat, Möhren, Weißkraut, Bananen und Getränke. Wir waren überrascht, wie gut und reichhaltig Toni das Essen präsentierte. Nach dem die Bäuche voll waren, fuhren wir mit dem Boot nach Coco Island, eine noch kleinere Insel, genauer, eine Anhäufung von vielen riesigen Granitfelsen mit ein paar Kokospalmen und einen kleinen Strand der eigentlich keiner war. Hier treffen nachmittags mehrere Tagesausflügler zum Schnorcheln aufeinander. Coco Island ist ideal zum Schnorcheln. Hier sind viele farbenfrohe Fische und intakte, bunte Korallen zu sehen, und alles leicht zugänglich, d.h. ohne sich weit von der Insel entfernen zu müssen. Der schönste Schnorchelplatz den ich auf den Seychellen gesehen habe (weitere gute Schnorchelgebiete: Anse Major/ Mahe, Anse Lazio/ entlang der Granitfelsen, Anse La Blaque/ Praslin und  Ste. Anne Marine National Park/ vor Mahe). Nach 1,5 Stunden Heimfahrt nach Praslin, unterwegs versuchte Toni mit seiner einfachen Angelschnur noch ein Fisch zu fangen. Doch an diesem Tage war keiner gewillt anzubeißen.  Fazit: Ein Ausflug mit Einheimischen ist nicht minder schlechter als organisierte Ausflüge der örtlichen Reiseagentur. Im Gegenteil, alles ist individueller, spontaner und lustiger, des Weiteren reist man nicht mit den Massen.

 

Tag 11:

Besuch La Dique: Mit dem Linienbus früh morgens zum Pier. Hier werden auch die Tickets für die Fähre verkauft (für Touristen nur zahlbar in Devisen). Wer Tickets für die ersten Fähren habe möchte, sollte diese ein paar Tage vorher kaufen, da die Anzahl der Fahrgäste auf den kleinen Fähren begrenzt ist. Überfahrtdauer ca. 30 Minuten, je nach Wellenlage, kann es auch einmal sehr schaukelig werden. Nach Ankunft haben wir uns ein Fahrrad für wenig Geld, am Hafen, den ganzen Tag geliehen. Wir sind sofort zur Grand Anse gefahren, welche wir bequem auf gut befestigten Wegen nach 25 Minuten erreichten. Hier hat man absolutes Südseefeeling, klasse Strand, die schönste Briese, hohe Wellen, uriges kleines Restaurant mit Souvenirshop und drum herum wunderschöne dichte Vegetation. Hier ist Endstation mit dem Fahrrad, weiter geht es nur noch zu Fuß. Nach kurzem Aufenthalt wanderten wir durch die Granitfelsen weiter zu Petite Anse. Die nächste Traumbucht, menschenleer und ideal zum baden und relaxen. Sonnen und schwimmen waren angesagt, bevor es zurück zu den Fahrrädern und dann zur Anse la Source´Jean ging. Ich persönlich fand die Bucht zwar schön, aber auf Fotos oder Postkarten wirkt Sie noch imposanter. Des weiteren war gerade Ebbe, schwimmen nicht möglich und unheimlich viele Besucher dort. Ein kleines Eintrittsgeld für die idyllische, parkähnliche Anlage wird ebenfalls erhoben. Dafür gibt es noch weitere Sehenswürdigkeiten, wie z.B. eine alte Kopramühle, Riesenschildkrötengehege und ein wunderschönes Haus aus Holz. Danach ging es zurück zum Hafen, hier blieb noch ein wenig Zeit, um in den zahlreichen Souvenirgeschäften zu bummeln. Die Fähre startete pünktlich Richtung Praslin, den Linienbus verpassten wir trotzdem, da die Überfahrt aufgrund des unruhigen Meeres etwas länger dauerte. Kein Problem, Taxis warteten am Pier, also zurück damit zum Berjaya Praslin Beach Hotel. Fazit: Wer morgens die ersten Fähren wählt, dem steht genügend Zeit zur Verfügung um gewünschte Ziele auf La Dique zu besuchen. Alles ist gut und in angemessener Zeit zu erreichen, Mahlzeiten und Getränke sind an vielen verschiedenen Stellen erhältlich. Somit gehört ein Tagesausflug von Praslin nach La Dique zum Pflichtprogramm.

 

Tag 12:

Besuch der Bucht Anse Kerlan/ Wanderung zur Bucht Anse Georgette. Mit dem Linienbus fuhren wir zur Endstation, Anse Kerlan. Die Anse Kerlan ist ein langer Strand der ideal zum Baden ist. An diesem Strand fanden wir sogar viele kleine Muscheln. Zum Schnorcheln blieb leider keine Zeit, ich kann mir aber vorstellen, das man hier doch einiges sehen wird, wenn man ein paar Meter rausschwimmt, da ein Korallenriff vorgelagert ist ! Wir gingen weiter und suchten den Weg zur Anse Georgette, was sich als schwieriger herausstellte, als vorher angenommen. Der Weg als solcher war sehr schwer zu erkennen und führte durch dichte Vegetation. Es mag sein, das der Weg jetzt besser zu erkennen ist, da ein paar Monate später das Lemuria Resort an der Anse Kerlan erbaut wurde. Es ist anzunehmen, das die  Anse Georgette jetzt von mehreren Touristen besucht wird. Jedenfalls erreichten wir die Bucht nach ca. 45 Minuten. Einer der schönsten Strände auf Praslin (meiner Meinung nach, noch schöner als Anse Lazio), schneeweißer Sand, kristallklares Wasser, welches in verschiedenen Blautönen schimmerte, rundherum von Palmen umsäumt, ideal zum Baden und absolut ruhig. Die Vorstellung vom perfekten Strand wird hier erfüllt. Plötzlich tauchte ein Einheimischer mit einer Machete in der Hand auf. Er gestikulierte und gab uns zu verstehen, das er Kokosnüsse für uns öffnen würde. Nach wenigen Minuten hatten wir vier Kokosnüsse gefunden und in noch wenigeren Minuten hatte der Mann Sie für ein paar Rupien geöffnet. Wir hätten zum Öffnen wahrscheinlich ein ganzen Tag gebraucht. Was so einfach aussieht, entpuppte sich für uns Touris als schwieriges Unterfangen, weil wir die Technik nicht beherrschen. Nach gut 2 Stunden, Rückweg zur Bushaltestelle Anse Kerlan und Rückfahrt zum Hotel. Nach dem Abendessen, ein wenig Tischtennis und Kicker. Beim Kickern spielten wir gegen Gäste aus unserem Hotel (Italiener/ Mitte 30). War ganz schön deprimierend, da Sie uns jedes Mal ganz schön abgezogen haben (...und wir dachten immer, wir könnten schon gut spielen).

 

Tag 13:

Abends Flugtransfer nach Mahe. Abreise um 23.50 vom Airport Mahe, Richtung Frankfurt.