Die Entstehung der Seychellen.

Der Seychellen Frosch/ Sooglossus seychellensis.

 

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Abgesehen von dem brasilianischen, mitten im Atlantik gelegenen Felsen St. Peter & St. Paul, sind die Granitinseln der Seychellen weltweit die einzigen ozeanischen Inseln, welche aus kontinentalem Gestein (hier Granit) bestehen und nicht korallenen oder vulkanischen Ursprungs sind.

Hinweise darauf, dass die als ozeanische Inseln eingestuften Seychellen kontinentaler Herkunft sind, geben nicht allein geologische, sondern auch biologische Studien.

Es ist eine Tatsache...! Der kleinste Frosch der Erde ist auf den Seychellen zuhause. Trotz seiner winzigen Größe hat er eine große Bedeutung. Er liefert wichtige Hinweise zur Entstehung der Seychellen Inseln.

Der nur 1,5 Zentimeter große Seychellenfrosch (lateinischer Name: Sooglossus sechellensis) ist für sein ungewöhnliches Brutverhalten bekannt, denn im Gegensatz zu den meisten Amphibien legt er seine Eier an Land. Die Jungen machen das Kaulquappenstadium noch im Ei durch, und wenn sie nach vier Wochen schlüpfen, ist jedes eine Mininachbildung der Eltern und nicht größer als ein Reiskorn.

Insgesamt gibt es vier verschiedene Seychellenfrosch-Arten: Der Gardiner Seychellenfrosch (Sooglossus gardineri), der Palmen Seychellenfrosch (Sooglossus pipilodryas), der Thomasset Seychellenfrosch (Nesomantis thomasseti) und der oben genannte Seychellenfrosch (Sooglossus sechellensis).

Woher kommen die Frösche auf den Seychellen !?
Das eigenartigste an den Winzlingen ist, dass sie überhaupt auf den Seychellen vorkommen. Denn Amphibien atmen über die Haut und brauchen viel Feuchtigkeit. Von Insel zu Insel konnten die Minifrösche bestimmt nicht auf die Seychellen gelangen, da sie in allen Lebensphasen weder Salzwasser noch Austrocknung ertragen. Die große Hitze und das Salzwasser hätten sie auf der Reise umgebracht. Doch wie kamen sie dann dorthin?

  

Ein 700 Millionen Jahre alter Granitfelsen auf der Insel verrät die Lösung: Normalerweise ist Granit nur tief im Landesinneren zu finden. Daraus lässt sich schließen, dass die Seychellen einmal zum Festland gehörten, genauer gesagt zum Superkontinent Gondwanaland. Vor etwa 160 Millionen Jahren wurde die Gegend von heftigen Erdbewegungen erschüttert und Gondwana in seine heutigen Teile Südamerika, Afrika, Madagaskar, Vorderindien, Australien und Antarktika auseinander gerissen.

Als der Kontinent auseinander brach, drang Wasser ein und der Indische Ozean entstand. Das heutige Indien entfernte sich von Madagaskar, während einzelne Landreste zwischen den auseinander driftenden Landmassen zurück blieben. Diese Granitinseln bilden heute die Seychellen. Dass die Frösche da sind, ist also kein Wunder, denn dieser Landstrich war von Anfang ihr Zuhause.

Unberührte Natur:
Einige Gegenden der Inseln wirken noch immer wie aus einer vergangenen Welt: unberührt seit Millionen von Jahren. Im Gegensatz zu vielen anderen Inseln ist das Leben auf den Seychellen sehr vielgestaltig. Die Geschichte vieler Tiere reicht in die Zeit von Gondwana zurück, allerdings gab es damals noch wesentlich mehr Arten. Die Menschen besiedelten die Seychellen erst vor etwa zweihundert Jahren. Je mehr sie sich verbreiteten, desto schwieriger wurde es für die Natur um sie herum. Zum Glück sind inzwischen mehr als ein Drittel der Seychellen Naturschutzgebiete.

Zu finden ist der Seychellen Frosch auf den etwas höheren Inseln, wie Mahé und Silhouette. Hier hält er sich  vorzugsweise in den feuchten, zerfallenden Laubschicht am Boden des Regenwalds auf. Jene Bedingungen, welche in den mittleren und höheren Lagen der genannten Inseln angetroffen werden. Beispielsweise bei der Wanderung/ Wanderweg "Morne Blanc" auf der Insel Mahe. Kurz vor Erreichen des Gipfels, wird ein Gebiet des immer feuchten Regenwaldes durchquert. Eine Region, wo sich der Lebensraum des kleinen Frosches befindet.